Am tiefsten Punkt Zürichs, 123 Meter unter dem Boden, liegt das grösste Reservoir nicht allein der Schweiz, sondern ganz Europas: Die Hallen in der Lyren in Altstetten fassen 60 Millionen Liter Wasser, genug, um 375000 Badewannen zu füllen. Was viel ist – doch diese Menge verbraucht die Stadt an einem durchschnittlichen Werktag gerade mal in einer halben Stunde.
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Verband der Schweizerischen Cementindustrie

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Interview Lukas Epple

Die laufende Reduktion von Schadstoffemissionen steht im Zentrum der umweltfreundlichen Produktion der Industrie. Wie wird dieses Ziel realisiert?
Einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung unserer ehrgeizigen CO2-Reduktionsziele leistet unsere Industrie durch den Einsatz alternativer Brennstoffe, die fossile Energieträger wie Kohle ersetzen. Diese «Abfälle» müssten sonst in Kehrichtverbrennungsanlagen entsorgt werden. Möglich wird dies dank Prozessinnovationen und erheblichen Investitionen. Ein wichtiger Vorteil der energetischen Verwertung von Abfällen in der Zementindustrie gegenüber der Verbrennung in einer KVA besteht zudem darin, dass keine Schlacke anfällt, die zu Lasten zukünftiger Generationen deponiert werden muss.

Die sechs Zementwerke der Schweiz produzieren rund 30 verschiedene Sorten Zement. Die Zementindustrie hat in den vergangenen Jahren alles daran gesetzt, die Produktion von emissionsärmeren Zementen zu fördern – wie?
Die Zementindustrie versucht wo immer möglich, den Klinkeranteil im Zement – und damit den CO2-Ausstoss – zu vermindern. Heute beläuft sich in der Schweiz der Marktanteil dieser sogenannten CEM-II-Zemente bereits auf 87 Prozent. Vor rund 20 Jahren lag dieser Anteil noch bei 6 Prozent. Dies war nur möglich dank
intensiver Überzeugungsarbeit gegenüber den Bauherren und Planern. Die Marktakzeptanz von ökologischen Zementen musste zuerst geschaffen werden.

Die Zementproduktion ist ein sehr lokales Geschäft. Nur lokal abgebaut und verarbeitet macht dieser Baustoff Sinn. Vor welchen Herausforderungen steht die Industrie?
Unsere Industrie steht vor enormen Herausforderungen im Bereiche des Abbaus von Kalkstein und Mergel, den Rohmaterialien der Zementherstellung. Vor rund 20 Jahren wurden die BLN*-Perimeter um die bestehenden Steinbrüche festgelegt. Heute stossen diese an die Grenzen dieser geschützten Gebiete. Die Erweiterung bestehender Steinbrüche, respektive die Erschliessung neuer Abbaugebiete, ist daher dringend erforderlich. Die Versorgung mit Zement ist von nationalem Interesse, denn ohne Zement gibt es keinen Beton. Beton aber braucht unser Land, um unsere bestehenden Infrastrukturen in allen Bereichen weiterzuentwickeln. Gut ausgebaute Infrastrukturen braucht die Schweiz, um langfristig im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben.


* Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung

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