Medienmitteilungen

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Neue Studie: Zielführende Klimapolitik erhöht die CO₂-Kosten in der Schweizer Produktion substanziell

Ob Wohnungsbau, Strassen oder kritische Infrastruktur: Beton ist das meistverwendete Baumaterial der Welt. Der Beton – und damit sein Bindemittel Zement – sind folglich zentrale Produkte der Bauwirtschaft. Die Schweizer Zementindustrie deckt rund 85 Prozent des inländischen Bedarfs ab. Durch die Produktion mit lokalen Rohstoffen sind Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit sowie kurze Transportwege in einer instabilen Welt garantiert. Damit die Industrie weiterhin in der Schweiz produzieren kann und gleichzeitig die Klimaziele erreicht werden, braucht es faire Rahmenbedingungen. Diese sind aktuell gefährdet.

Eine aktuelle Studie von Polynomics im Auftrag von cemsuisse macht deutlich, vor welcher finanziellen Kraftanstrengung die Branche steht: Um den Betrieb unter den aktuellen Klimavorgaben fortführen zu können, muss die Industrie bis 2034 bis zu einer Milliarde Franken aufwenden. Diese Kosten, die ab 2026 durch die Verschärfung des Emissionshandelssystems anfallen, setzen wichtige Signale bezüglich CO₂ -Emissionen. Gleichzeitig fallen sie aber nicht bei allen Konkurrenten der Schweizer Zementindustrie an und binden zudem Kapital, das die Branche eigentlich für ihre Transformation benötigt. Dabei bekennt sich die Schweizer Zementbranche klar zum Netto-Null-Ziel 2050 und setzt sich mit unermüdlichem Einsatz dafür ein. Es ist aber essenziell, dass sie aufgrund dieser Kosten nicht ins Ausland verdrängt wird und somit die Versorgung mit Zement sowie die Entsorgung von belasteten Abfällen (z.B. von PFAS) unsicherer wird. Andernfalls wäre dies eine Schildbürgerpolitik sondergleichen.

Investitionssicherheit als Schlüssel zum Erfolg
Die Schweizer Zementwerke benötigt für ihre Millioneninvestitionen in neue Technologien zur Erreichung von Netto Null dringend Investitionssicherheit. Nur so ist eine Zielerreichung in der Klimapolitik ohne wirtschaftliche Verluste möglich. Es ist entscheidend, dass die Schweizer Produktion nicht durch billige, klimaschädliche Importe aus dem Ausland verdrängt wird, die ohne vergleichbare Kosten produziert wurden.

Ein CO₂-Grenzausgleich (GAZG) ist hier das richtige Instrument: Er schafft faire Wettbewerbsbedingungen und verhindert, dass unsere ambitionierte Klimapolitik zu einer Verlagerung der Produktion ins Ausland führt («Carbon Leakage»). Über ein entsprechendes Bundesgesetz bei der Einfuhr von Zementwaren (CO₂-GAZG) wird derzeit in parlamentarischen Kommissionen diskutiert.

Die Schweizer Zementindustrie will auch in Zukunft die Basis für unsere Bauten und Infrastruktur liefern – sauber, regional und zuverlässig. Dafür braucht es zwingend klare Leitplanken, um den Industriestandort zu sichern und die grüne Transformation wirtschaftlich erfolgreich zu machen. Ansonsten bleibt es bei Lippenbekenntnissen hinsichtlich Klimaschutz mit resultierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verlusten.

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Schweizer Zementindustrie übertrifft die Klimaziele deutlich

Die Schweizer Zementindustrie leistet ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele, indem sie ihre CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 43 Prozent reduziert. Sie übertrifft damit die Zielsetzung für die Schweiz (20%) und jene der Industrie (15%) deutlich.

Bern, 11. April 2022 – Die Schweiz verpasst zwar knapp die angestrebte 20-prozentige Reduktion der Treibhausgase bis 2020, wie das Bundesamt für Umwelt heute kommunizierte. Die nationalen Klimaziele der Schweiz sehen zudem vor, dass der Treibhaus-gasausstoss der Schweizer Industrie um 15 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 reduziert wird. Neben der Industrie insgesamt, welche ihre Ziele als einziger Sektor erreicht, führt insbesondere die Zementindustrie die erfolgreiche Reduktion der letzten 30 Jahre erfolgreich fort. Gegenüber 1990 hat sie hat ihre CO2-Emissionen um 43 Prozent reduziert und übertrifft damit die national gesetzten Ziele deutlich.

Medienmitteilung

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