Am tiefsten Punkt Zürichs, 123 Meter unter dem Boden, liegt das grösste Reservoir nicht allein der Schweiz, sondern ganz Europas: Die Hallen in der Lyren in Altstetten fassen 60 Millionen Liter Wasser, genug, um 375000 Badewannen zu füllen. Was viel ist – doch diese Menge verbraucht die Stadt an einem durchschnittlichen Werktag gerade mal in einer halben Stunde.
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Verband der Schweizerischen Cementindustrie

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Interview Beat Vonlanthen

Welches sind aus Ihrer Sicht die massgebenden Herausforderungen für die Zementindustrie?
Die grösste Herausforderung ist die mittel- und längerfristige Versorgung mit Rohmaterial. Die Steinbrüche von vier der sechs Zementwerke grenzen entweder unmittelbar an ein Gebiet, welches Teil des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN-Inventar) ist oder liegen sogar vollständig darin. In einem BLN-Gebiet ist der Abbau von Kalkstein und Mergel nur möglich, wenn ein höheres oder gleichwertiges nationales Interesse an einem Eingriff vorliegt. Wir sind uns bewusst: Jeder Steinbruch ist per se ein massiver Eingriff in ein Gebiet. Gleichzeitig sind wir in der Schweiz auf eine gesicherte Versorgung mit Zement angewiesen.

Böse Zungen behaupten, die Schweiz sei gebaut. Benötigen wir denn auch in Zukunft weiterhin grössere Mengen an Zement?
FABI, NAF, RPG: Hinter diesen Abkürzungen verbirgt sich der Ausbau der Bahninfrastruktur, der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs- Fonds sowie das neue Raumplanungsgesetz, welches verdichtetes Bauen vorsieht – verdichtetes Bauen, sei es in die Tiefe oder in die Höhe, benötigt nun einmal viel Zement. Aber auch die Realisierung von FABI, des NAF sowie all der Bauprojekte der Kantone und Gemeinden beanspruchen grosse Mengen an Zement. Aufgrund von Detailangaben zu diesen Projekten wurden Bedarfsszenarien erstellt. Dabei zeigte es sich, dass bis 2030 mit einem jährlichen Zementbedarf von 5 bis 6 Millionen Tonnen zu rechnen sein wird. Die Nachfrage nach Zement wird durch öffentliche und private Bauherren bestimmt – und nicht durch die Zementindustrie! Ihre Aufgabe ist es einzig, diesen Bedarf mit einer ökologisch hochstehenden Produktion abzudecken.

Worauf freuen Sie sich besonders in Ihrer neuen Aufgabe?
Ich freue mich sehr darauf, gestalterisch an der Zukunft dieser wichtigen Industrie für unser Land mitzuwirken. Die Versorgung mit Zement ist von eminenter Bedeutung für die Entwicklung eines jeden Landes – auch für die Entwicklung der Schweiz!

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