Quell- und Grundwasser machen bloss je fünfzehn Prozent des Stadzürcher Verbrauchs aus, der weitaus grösste Teil stammt aus dem See: Das stets zwischen sechs und acht Grad kühle Wasser wird etwa 600 Meter vom Ufer entfernt in 32 Metern Tiefe gefasst und hier ins Werk Lengg gepumpt – bis zu 13000 m3 pro Stunde. Das macht jährlich immerhin 2% des Seevolumens aus.
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Verband der Schweizerischen Cementindustrie

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Generalversammlungen

Generalversammlung vom 28. Mai 2018

Der Verband der Schweizerischen Cementindustrie verweist an seiner diesjährigen Generalversammlung auf den hohen Zementbedarf, der die Schweiz auch in Zukunft prägen wird. Problematisch sind die hohen Hürden beim Zugang zu Rohmaterial und alternativen Brennstoffen. Gleichzeitig verweist der Verband auf die herausragenden Leistungen in der Klimapolitik und den massgeblichen Beitrag zur Biodiversität. Zentral bleibt der zeitnahe Abschluss des Abkommens mit der EU zum Emissionshandel.

Der Präsident der cemsuisse, Ständerat Dr. Beat Vonlanthen, unterstrich an der heutigen Generalversammlung in Bern die Bedeutung des Abkommens zum Emissionshandel zwischen der Schweiz und der EU für die Industrie. Gleichlange Spiesse in der Klimapolitik seien insbesondere für energieintensive Unternehmen wie die Zementindustrie elementar. Auch aus europapolitischer Sicht sei das bereits von beiden Seiten unterzeichnete Abkommen sehr hilfreich, umfasst es doch eine Schiedsgerichtslösung, welche gerade die Schweiz bezüglich des Marktzugangsabkommens mit der EU favorisiert. „Die Verknüpfung der Emissionshandelssysteme führt zu einer Gleichstellung der Emissionsrechte aus der EU und der Schweiz, ohne den Zugang zum EU-Binnenmarkt oder die Übernahme von EU-Recht auch nur annähernd zu tangieren“, sagte Beat Vonlanthen heute in Bern. Für die Zementindustrie sei eine zeitnahe Verknüpfung dieser EHS-Systeme vital.

In seinen weiteren Ausführungen betonte Vonlanthen die Leistungen der Zementindustrie in der Klimapolitik. Seit 1990 hat die Schweizerische Zementindustrie ihre CO2-Emissionen aus primär fossilen Brennstoffen um 64,4 Prozent reduziert. Möglich war dies unter anderem dank einer Substitution der fossilen durch alternative Brennstoffe. Doch die Industrie könnte noch mehr alternative Brennstoffe wie zum Beispiel Kunststoffabfälle einsetzen: „Leider sind in der Schweiz aus politischen Gründen nicht so viele Kunststoffe in der Zementindustrie nutzbar, wie es in der industriellen Praxis eigentlich möglich wäre“, sagte Beat Vonlanthen. „In Österreich ist der Einsatz von Kunststoff-Abfallfraktionen als effizienter Ersatzbrennstoff für die Zementindustrie breit akzeptiert, wodurch eine Energiesubstitution durch Ersatzbrennstoffe von hohen 78 Prozent resultiert. In der Schweiz beträgt der Wert 62,8 Prozent“, führte der cemsuisse-Präsident aus.

Beat Vonlanthen zeigte sich stolz über die Innovationsleistungen der Zementindustrie, welche Cleantech in stattlicher Grössenordnung betreibt: Das weltweit grösste Elektrofahrzeug kommt in einem Schweizer Steinbruch zum Einsatz. Ein Mitglied der cemsuisse hat diesen elektrisch betriebenen Muldenkipper in Auftrag gegeben und kürzlich in Betrieb genommen. Problematisch für die Industrie ist hingegen die Situation rund um die Abbaugebiete und damit die längerfristige Versorgung mit Rohmaterial. Es sei wichtig, dass in der Raumpolitik nicht nur der Schutzgedanke vorherrsche, sondern – wie dies der Bundesrat mit der Kenntnisnahme eines signalgebenden Rohstoffberichts Ende 2017 unterstrich – auch die Nutzung von mineralischen Rohstoffen stärker ins Zentrum rücke, unterstrich Vonlanthen. Nur wenn übergreifende Zusammenhänge verstanden würden, liessen sich nachhaltige Lösungen für die Schweiz umsetzen: Nicht selten stehen sich bei der Nutzbarmachung von mineralischen Rohstoffen Landschaftsschutz und Klimapolitik gegenüber. Eine Interessenabwägung auf Augenhöhe ist in der Raumpo-litik für nachhaltige Lösungen zentral.


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Medienmitteilung GV 2018
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