Quell- und Grundwasser machen bloss je fünfzehn Prozent des Stadzürcher Verbrauchs aus, der weitaus grösste Teil stammt aus dem See: Das stets zwischen sechs und acht Grad kühle Wasser wird etwa 600 Meter vom Ufer entfernt in 32 Metern Tiefe gefasst und hier ins Werk Lengg gepumpt – bis zu 13000 m3 pro Stunde. Das macht jährlich immerhin 2% des Seevolumens aus.
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Generalversammlungen

Generalversammlung vom 03. Juni 2019

Seit Jahren reduziert die Schweizer Zementindustrie aktiv ihre CO2-Emissionen. Und dies nicht erst, seit das CO2-Gesetz im Parlament beraten wird. Der Zementindustrie gelang es, ihre CO2-Emissionen aus primär fossilen Brennstoffen seit 1990 um 66,6 Prozent reduzieren. Auch in Zukunft ist sie bereit, ihren Beitrag zur Versorgung der Schweiz mit wichtigen Baumaterialen und zu Umweltverbesserungen zu leisten. Dafür ist sie aber auf Planungssicherheit bei ihren Investitionen angewiesen.

Der Präsident der cemsuisse, Ständerat Dr. Beat Vonlanthen, unterstrich an der heutigen Generalver-sammlung in Bern die Leistungen der Schweizer Zementunternehmen. Ein Minus von 66,6 Prozent der CO2-Emissionen aus primär fossilen Brennstoffen seit 1990, eine Substitutionsrate durch alternative Brennstoffe von 65,5 Prozent, stabile Lieferungen von Zement für den inländischen Markt und positive Beiträge zur Biodiversität: Die Leistungen der Schweizer Zementindustrie können sich sehen lassen.

Die wichtige Basisindustrie zeichnet ein spezieller Umstand aus: Sie ist eine der wenigen Branchen, bei welcher nicht nur der Nutzen – die Herstellung von Zement, die Verwertung von Abfallfraktionen oder die Erhöhung der Biodiversität – im Inland anfällt, sondern auch deren Kosten. Dies führt dazu, dass die Industrie – wie andere energieintensive Industrien auch – besonders kritisch begutachtet wird. Dabei hat die Verankerung der gesamten Wertschöpfungskette in einem Land auch einen grossen Vorteil: Verbesserungen bei Produktionsprozessen lassen sich direkter beeinflussen, als bei geografisch weit entfernten Produktionsstätten.

Weltgrösstes Elektrofahrzeug und fehlende Planungssicherheit
Vielleicht auch deswegen steht das weltgrösste Elektrofahrzeug bei einem Schweizer Zementwerk, wie Ständerat Vonlanthen ausführte. Oder vielleicht auch deswegen betreiben Zementwerke Förderbänder, welche die Lageenergie in elektrische Energie umwandeln und so wertvollen Strom und Treibstoff einsparen. Besonders herausfordernd sei für die Zementindustrie der Zugang zu mineralischen Rohstoffen, betonte Ständerat Vonlanthen. Der dominante Schutzgedanke in der Raumpolitik erschwert den Abbau von Kalkstein und Mergel in der Schweiz enorm und gefährdet die Industrie akut. Dadurch entstehen grosse Unsicherheiten hinsichtlich der Investitionssicherheit. Eine ausgewogene Interessensabwägung zwischen Schutz und Nutzung auf Augenhöhe tut not.

Frau Dr. Catherine De Wolf, renommierte Forscherin an der EPFL in Freiburg, sprach als Gastreferentin zu den ökologischen Herausforderungen des Bausektors und der entsprechenden Rolle der Zementindustrie. Sie unterstrich die Bedeutung der Lebenszyklusbetrachtung und hielt fest, dass vor allem langlebige Gebäude nachhaltig sind. Dr. De Wolf betonte, dass bei Gebäuden die Nutzungsphase für die Umweltauswirkungen sehr relevant sei und Bauwerke wiederum wesentliche Treiber für Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen seien. Ferner seien dreissig Prozent des in der EU generierten Abfalls Bauabfälle. Um die CO2-Emissionen aus dem Bausektor zu reduzieren, müssen Massnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ergriffen werden. Der Umgang mit dem Abfall, die Abbau- und Abbruchwirtschaft sowie die Zementproduktion seien wichtige Elemente dieses Prozesses.

Die CEOs der Zementunternehmen Holcim Schweiz und Italien, Jura Management AG und Vigier Holding AG, Nick Traber, Lukas Epple und Patrick Stapfer, teilten an der nachfolgenden Podiumsdiskussion die Analyse der Forscherin. Die Zementindustrie in der Schweiz habe bereits einiges erreicht – gerade auch im Bereich Klinkerfaktorreduktion und Substitution traditioneller Brennstoffe. Die nun folgenden Schritte dürften schwieriger werden, da sie die gesamte Wertschöpfungskette betreffen und entsprechende Zusammenarbeit benötigen. Die CEOs bekräftigten ihre Bereitschaft, auch in Zukunft ihren Beitrag für eine weitere CO2-Reduktion und weitere Umweltverbesserungen zu leisten. Seit Jahrzehnten sei die Industrie ein zuverlässiger Partner in der Klimapolitik und sie wolle dies auch bleiben, unterstrichen die Unternehmensvertreter.

PDF-Dokument
Medienmitteilung GV 2019
PDF-Dokument - 370 KB


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