Quell- und Grundwasser machen bloss je fünfzehn Prozent des Stadzürcher Verbrauchs aus, der weitaus grösste Teil stammt aus dem See: Das stets zwischen sechs und acht Grad kühle Wasser wird etwa 600 Meter vom Ufer entfernt in 32 Metern Tiefe gefasst und hier ins Werk Lengg gepumpt – bis zu 13000 m3 pro Stunde. Das macht jährlich immerhin 2% des Seevolumens aus.
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Verband der Schweizerischen Cementindustrie

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Generalversammlung vom 2. Juni 2014

Dass Zement ein Zivilisationsbedürfnis ist, ist nicht erst seit dem im Oktober 2013 im NZZ‐Libro Verlag erschienen Buch „Ohne Zement geht nichts“ bekannt. Energie, Umwelt, Mobilität, Wohnen und Arbeit: ohne Zement geht tatsächlich nichts. Die Nachfrage nach Zement wird durch den Bund, die Kantone, die Gemeinden und die privaten Bauherren bestimmt. Aufgabe der Industrie ist es, diese Nachfrage mit einer möglichst nachhaltigen Produktion abzudecken.

In der Schweiz werden pro Jahr rund 5,1 Mio. Tonnen Zement verbraucht. Ständerat Urs Schwaller, Präsident der cemsuisse, legte dar, dass es kaum einen Lebensbereich gibt, in welchem Zement keine Rolle spielt. Er verwies auf die laufende Diskussion der Energiestrategie 2050 und das Ziel der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien. Während es offensichtlich sei, dass beim Bau von kleinen und grossen Wasserkraftwerken Zement benötigt werde, sei man sich im Allgemeinen nicht bewusst, dass auch beim Bau von Photovoltaikanlagen – seien sie auf Dächern oder auf dem Boden installiert – Zement für die tragenden oder verankernden Elemente benötigt werde. „Beim Bau einer grossen Windturbine ist man für die Erstellung der Fundamente auf Hunderte von Tonnen von Zement angewiesen“, so Schwaller.

Auch im Bereiche des Umweltschutzes, der sich nicht nur auf den Erhalt der Flora und Fauna beschränkt, kommt man nicht ohne Zement aus. Für Schwaller sei die Wasserversorgung und -entsorgung eine Erfolgsgeschichte im Bereiche des Umweltschutzes. „Dank einem Leitungssystem aus Betonrohren haben sie zuhause sauberes Trinkwasser, und dank dem Abwasserleitungs‐ und Reinigungssystem sind heute unsere Flüsse und Seen viel sauberer, als sie dies noch vor Jahrzehnten waren“. Aber auch beim Ausbau der vom Volk beschlossenen Bahninfrastruktur im Umfange von rund 6,5 Milliarden Franken und für der Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes werde viel Zement benötigt werden, da verdichtetes Bauen und die Ausnützung des Raumes in die Tiefe und die Höhe nur mit Zement möglich ist.

Als problematisch erweist sich heute die langfristige Sicherstellung des für die Zementherstellung benötigten Rohmaterials. Die Steinbrüche für den Abbau von Kalkstein und Mergel grenzen häufig an die BLN‐Schutzgebiete. Als zwischen 1996 und 1998 die BLN‐Gebiete rund um die seit Jahrzehnten bestehenden Steinbrüche definiert wurden, zog man die Zonengrenze in einem Abstand von rund 100 Metern um die Steinbrüche. Durch den seither erfolgten Abbau grenzt an einigen Standorten der Steinbruch unmittelbar an das BLN‐Gebiet, was de facto einen weiteren Abbau verunmöglicht. „Gemeinsam mit dem BAFU, dem ARE und den Standortkantonen haben wir ein Projekt lanciert, welches die Grundlage für eine Abwägung von Schutzinteressen und der Versorgung mit Kalkstein und Mergel schaffen soll. Diese Rechtsgrundlage in Form einer Vollzugshilfe sollte sinnvollerweise durch den Bundesrat erlassen werden“, so Schwaller.

PDF-Dokument
Mediencommuniqué GV 2014
PDF-Dokument - 127 KB

PDF-Dokument
Ansprache Urs Schwaller, Präsident cemsuisse
anlässlich der Generalversammlung cemsuisse vom 2. Juni 2014
PDF-Dokument - 114 KB

PDF-Dokument
Rede Dr. h. c. Beat Kappeler
anlässlich der Generalversammlung cemsuisse vom 2. Juni 2014
PDF-Dokument - 123 KB

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