Quell- und Grundwasser machen bloss je fünfzehn Prozent des Stadzürcher Verbrauchs aus, der weitaus grösste Teil stammt aus dem See: Das stets zwischen sechs und acht Grad kühle Wasser wird etwa 600 Meter vom Ufer entfernt in 32 Metern Tiefe gefasst und hier ins Werk Lengg gepumpt – bis zu 13000 m3 pro Stunde. Das macht jährlich immerhin 2% des Seevolumens aus.
cemsuisse_title_header_print_logo

Cemsuisse"

Verband der Schweizerischen Cementindustrie

Volltextsuche

Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

  • Startseite
    •     Über uns
      •     Medien
        •     Generalversammlungen
          •     Generalversammlung ...

Ende Navigator


Generalversammlung 2017

Mit der Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) wird sich der Nationalrat voraussichtlich in der Dezembersession 2017 befassen. Die grundsätzlich taugliche Vorlage des Bundesrates muss bezüglich der Rolle der Subunternehmer verbessert werden. Während der Verzicht auf Abgebotsrunden, der stärkere Fokus auf Lebenszykluskosten oder die Ergänzungen der Zuschlagskriterien mit Qualitäts-, Nachhaltigkeits- oder Lieferbedingungen wichtig und richtig sind, fehlt die Berücksichtigung solch wichtiger Zuschlagskriterien für Subunternehmer.

Es geht nicht auf, dass der Staat einerseits den Unternehmen in der Schweiz bezüglich Arbeitsrecht und Arbeitsbedingungen strenge Vorgaben macht – die neben generell hohen Produktionskosten in der Schweiz weiter preistreibend wirken –, aber andererseits vor allem auf den einmalig zu entrichtenden Preis bei der Vergabe fokussiert. Derzeit kommen bei öffentlichen Bauten Subunternehmer zum Zuge, die schwere Bauelemente über weite Strecken auf Strassen transportieren und zu anderen Bedingungen als in der Schweiz ansässige Unternehmen produzieren können. Beat Vonlanthen fordert, dass Nachhaltigkeitskriterien oder Anforderungen bezüglich Serviceleistungen ebenfalls für die zum Zuge kommenden Subunternehmen gelten müssen – und nicht nur für die Generalunternehmer. Jene Anbieter sollten bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen bevorzugt werden, die nachvollziehbar und glaubhaft darlegen können, dass ihre Subunternehmer die Zuschlagskriterien des Bundes ebenfalls erfüllen. cemsuisse wird sich für eine Korrektur dieser wichtigen Elemente im parlamentarischen Prozess einsetzen.

Dr. Klaus Schierhackl, Vorstandsdirektor der ASFINAG AG
Dr. Klaus Schierhackl, Vorstandsdirektor der ASFINAG AG

Dr. Klaus Schierhackl, Vorstandsdirektor der ASFINAG AG, der österreichischen Autobahnen- und Schnellstrassen-Finanzierungsaktiengesellschaft, legte eindrücklich dar, weshalb in Österreich bei schwerbelasteten Strassen ausschliesslich Betonbeläge eingebaut werden. Der haushälterische Umgang mit den von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Mitteln führe dazu, dass beim Bau von Autobahnen stets eine Lebenszyklus-Analyse vorgenommen werde. Aufgrund der Langlebigkeit und der Formfestigkeit schneiden die Betonbeläge bei einer wirtschaftlichen Betrachtung stets vorteilhafter ab als andere Belagstypen. Eine leicht höhere Anfangsinvestition werde durch die deutlich längeren Unterhaltszyklen mehr als wettgemacht. Auch ökologische Gründe sprechen für Betonbeläge. In internationalen Studien konnte aufgezeigt werden, dass der Treibstoffverbrauch auf festen Fahrbahnen, welche sich auch bei warmen Temperaturen nicht verformen, niedriger seien. Zudem seien Betonbeläge vollständig rezyklierbar. Wichtig sei ebenfalls, dass die modernen Betonbeläge auch in Sachen Lärmemissionen im Vergleich mit andern Belagstypen bestehen können. Auch wenn andere Strassenbeläge zu Beginn tiefere Lärmemissionen aufweisen, so sei schon nach wenigen Jahren der Benutzung kein Unterschied mehr festzustellen. Bei umfassenden Variantenvergleichen weisen daher die Betonbeläge stets eine positivere Bilanz auf.

Beat Vonlanthen zeigte sich tief beeindruckt von der Fülle an Argumenten, die für den Betonbelagsbau sprechen. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, weshalb diese Technologie, welche in unseren Nachbarländern Ausdruck eines nachhaltigen Strassenbaus sei, in der Schweiz nicht mehr zum Einsatz gelange. Nachdem mit der Revision des BöB insbesondere die Nachhaltigkeitskriterien stärker gewichtet werden sollen, müsse auch die Frage des Baus von Betonbelägen wieder aufs Tapet gebracht werden.


PDF-Dokument
Medienmitteilung GV 2017
PDF-Dokument - 145 KB

Zurück zur Übersicht Generalversammlungen

Ende Inhaltsbereich




http://www.cemsuisse.ch/cemsuisse/ueberuns/medien/generalversammlungen/generalversammlung_2017/index.html?lang=de