Quell- und Grundwasser machen bloss je fünfzehn Prozent des Stadzürcher Verbrauchs aus, der weitaus grösste Teil stammt aus dem See: Das stets zwischen sechs und acht Grad kühle Wasser wird etwa 600 Meter vom Ufer entfernt in 32 Metern Tiefe gefasst und hier ins Werk Lengg gepumpt – bis zu 13000 m3 pro Stunde. Das macht jährlich immerhin 2% des Seevolumens aus.
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Verband der Schweizerischen Cementindustrie

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Generalversammlung vom 1. Juni 2015

Die Lieferungen der schweizerischen Zementindustrie des Jahres 2014 weisen ein gegenüber dem Vorjahr gleichbleibendes Niveau auf: Gesamthaft beliefen sich diese auf 4,6 Millionen Tonnen. Im ersten Quartal dieses Jahres gingen die Lieferungen hingegen um nicht weniger als 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück.

Dieser Rückgang ist nicht auf eine Zunahme der Importe im Nachgang des Entscheides der Nationalbank zurückzuführen, sondern ist konjunktureller und teilweise witterungsbedingter Natur. Der Verzicht auf die Anbindung des Schweizer Frankens an den Euro hat indessen einen direkten Effekt auf die Investitionsbereitschaft verschiedener schweizerischer Unternehmen. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf die zukünftigen Absatz- und Produktionsvolumen werden Investitionen sistiert und im schlechtesten Fall annulliert. „Dies," so Ständerat Urs Schwaller, Präsident der cemsuisse, „bereite der schweizerischen Zementindustrie Sorgen, zumal die aktuellen und zu erwarteten Umsatzzahlen aus der Bauindustrie nicht eben ermutigend sind." In diesem Zusammenhang hielt Schwaller fest, dass der Wohnungsbau nach wie vor stark und der Infrastrukturbau leicht abnehmend seien und sich beim Wirtschaftsbau ein deutlicher Rückgang erkennen lässt.

Er sehe als positiv denkender Zeitgenosse im Moment indessen keinen Bedarf an einem staatlichen Konjunkturprogramm, sondern vielmehr die Notwendigkeit der beförderlichen Behandlung von Sachgeschäften, welche eine Beschäftigungswirkung erzielen können. Einer zügigen Umsetzung von Projekten wie der FABI-Vorlage (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) oder dem laufenden Ausbau und der Erneuerung des Nationalstrassennetzes sollte Priorität eingeräumt werden. Zudem gäbe es auch eine Fülle an Projekten auf Ebene der Kantone und Gemeinden, die ohne weitere Verzögerung anzupacken seien. An der Politik liegt es, Sorge zu den Millionen von Arbeitsplätzen zu tragen, die die Grundlage unserer Gesellschaft und unseres Wohlfahrtstaates bilden.

Ein wichtiges Thema für die cemsuisse sei laut Urs Schwaller die langfristige Sicherung der Versorgung mit Rohmaterial. Als zwischen 1996 und 1998 die BLN-Gebiete um bestehende Steinbrüche definiert wurden, zog man die Zonengrenze in einem Abstand von rund 100 Metern um die Steinbrüche. BLN steht für „Bundesinventar der schützenswerten Landschaften und Naturdenkmäler" – dieses Bundesinventar deckt etwa 20 bis 25 % der Fläche unseres Landes ab. „Heute sind wir nun in der Situation, dass die Steinbrüche durch den seither erfolgten Abbau unmittelbar an BLN-Gebiete grenzen und somit ein weiterer Abbau kaum mehr möglich ist," führte Urs Schaller aus. Gemeinsam mit dem BAFU, dem ARE sowie betroffenen Kantonen habe cemsuisse ein Projekt lanciert, das die Grundlage für eine Abwägung von Schutzinteressen und der Rohmaterialversorgung schaffen soll.

Mit der Revision der Technischen Verordnung über Abfälle TVA steht ein für die schweizerische Zementindustrie zentrales Regelwerk vor seiner Endfassung. Diese Regelung bestimmt den zukünftigen Einsatz von Abfallbrennstoffen in unserer Industrie. Um die Vorgaben des CO2-Gesetzes erfüllen zu können, sind die Mitgliedunternehmen der cemsuisse zwingend darauf angewiesen, vermehrt alternative Brennstoffe einzusetzen. „Die nicht recyclierbaren Abfälle sollen aus der Sicht der cemsuisse primär in der Zementindustrie energetische verwertet werden. Nur jene Stoffe, die weder einer stofflichen noch einer energetischen Verwertung zugeführt werden können, sind dann in einer KVA zu entsorgen," beschloss Schwaller das TVA-Kapitel.

PDF-Dokument
Mediencommuniqué GV 2015
PDF-Dokument - 131 KB

PDF-Dokument
Referat Herr Prof. Dr. Joël Mesot
anlässlich der Generalversammlung cemsuisse vom 1. Juni 2015
PDF-Dokument - 3131 KB

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