Wer von erneuerbarer Energie spricht, denkt kaum je an Abfall. Doch gilt dieser wegen seiner organischen Anteile auch als erneuerbarer Energieträger. Die Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen wie hier die neue Energiezentrale in Bern produzieren denn auch rund tausend Gigawattstunden Strom pro Jahr.
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Verband der Schweizerischen Cementindustrie

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Interview aus Jahresbericht

Wie stellt sich die Schweizer Zementindustrie zum Thema Nachhaltigkeit?
Urs Sandmeier gibt Antworten darauf.

Etwa 40 Prozent des Energieverbrauchs eines Gebäudes entfällt auf dessen Nutzung. Wie lässt sich Energie im Gebäudebereich sparen?
Das Potenzial zum Energiesparen in diesem Bereich ist beachtlich. Neben einer guten Dämmung der Gebäude ist es notwendig, die Möglichkeiten der Nutzung alternativer Energien aus der Umwelt voranzutreiben. So stellt
beispielsweise das Nutzen der Erdwärme eine wirtschaftliche Lösung dar. Erdwärme wird bei geeigneten Rahmenbedingungen über Leitungssysteme
in Gebäude eingeführt und kann dank der Speichermasse Beton intelligent genutzt werden. Aber auch Wärmeenergie, die mit Hilfe von Sonnenkollektoren gewonnen wird, kann dank Beton zwischengespeichert werden. Durch die Speichermasse von Beton können 8 bis 10 Prozent des Energiebedarfs eines Hauses eingespart werden!
Ermöglicht Beton damit das Wärmen und Kühlen von Räumen?
Bauteile aus Beton sind tatsächlich aufgrund ihres hohen Speichervermögens sehr effiziente Heiz- wie auch Kühlkörper. Werden in Betonbauteilen
Rohrleitungen eingebaut, können diese über Zufuhr von warmem oder kühlem Wasser Wärme oder Kälte an den Beton abgeben und so den Raum gleichmässig temperieren. Massive Bauwerke können so mit geringen Energiemengen und damit mit geringen Kosten umweltfreundlich beheizt wie auch gekühlt werden. Durch Anwendung von Dämmbeton lassen sich Effekte wie Klimaregulation und Wärmedämmung noch einmal steigern.
2010 unterstützte Betonsuisse den internationalen Wettbewerb «Energiespeicher Beton». Weshalb?
Wir sind überzeugt, dass es uns nur dann gelingt, den Energiebedarf von Gebäuden weiter zu senken, wenn wir neue, kreative Baukonzepte entwerfen. Unverzichtbar ist dabei der Einsatz des Baustoffs Beton als massiver Wärme- und Kältespeicher. Beim Wettbewerb «Energiespeicher
Beton» wurden Gebäude gesucht, die aktiv die Speichermasse Beton als Heiz- und Kühlelement nutzen und dadurch den Energieaufwand reduzieren. Wir waren erstaunt über die Fülle der überzeugenden Projekte, welche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht wurden.
Was wird mit den Ergebnissen dieses Wettbewerbs nun konkret gemacht?
Sie bilden unter anderem eine überaus wertvolle Grundlage für weitergehende Forschungsprojekte. So wird sich ein Projekt mit dem
Energieverhalten von Beton und der korrekten Berechnung des Heizwärmebedarfs in Betonbauten befassen. Im Rahmen eines zweiten Projekts werden Planungsinstrumente für nachhaltiges Bauen mit Beton entwickelt.
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