Am tiefsten Punkt Zürichs, 123 Meter unter dem Boden, liegt das grösste Reservoir nicht allein der Schweiz, sondern ganz Europas: Die Hallen in der Lyren in Altstetten fassen 60 Millionen Liter Wasser, genug, um 375000 Badewannen zu füllen. Was viel ist – doch diese Menge verbraucht die Stadt an einem durchschnittlichen Werktag gerade mal in einer halben Stunde.
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Interview von Remo Bernasconi

Remo Bernasconi zu verschiedenen Aspekten der Schweizer Zementindustrie

Wie spart die Zementindustrie Energie respektive wie nutzt sie diese effizient?

Holcim verfolgt mehrere Strategien: Wir steigern die Energieeffizienz, indem wir laufend in unsere Anlagen investieren. Moderne Anlagen verbrauchen nicht nur Energie, sondern sie gewinnen einen beträchtlichen Teil davon auch wieder zurück. Das Zementwerk Untervaz treibt mit Ofenwärme eine Turbine an und erzeugt damit Elektrizität. Überdies ersetzen wir traditionelle fossile Brennstoffe wo immer möglich durch alternative Brennstoffe wie Altöl, Trockenklärschlamm, Altreifen, Kunststoffabfälle, Tiermehl oder Lösungsmittel. Der Anteil an alternativen Brennstoffen liegt derzeit bei 38 Prozent.

Was versteht die Zementindustrie unter sozialem Engagement?

Die Holcim Schweiz beschäftigt an 53 Standorten 1222 Mitarbeitende, darunter 49 Lernende. Das Engagement in unseren Standortgemeinden hat Tradition. Wir setzen uns für Bildung, nachhaltige Gemeindeentwicklung und die Verbesserung der lokalen Infrastruktur ein. Mitarbeitende engagieren sich regelmässig einen Tag lang für verschiedene soziale und ökologische Institutionen. 2012 und 2013 waren das 400 Freiwillige in 26 Einsätzen. In Remigen bauten wir ein Waldsofa und errichteten Bruchsteinmauern. In Eclépens und im Tessin befreiten wir Weiden und Wiesen von Gehölzen. Oftmals ist Holcim grösste Arbeitgeberin vor Ort, damit lastet auch ein gehöriges Mass an sozialer Verantwortung auf unseren Schultern. Aber diese Verantwortung tragen wir bewusst. Damit setzen wir auch ein Zeichen für den Werkstandort Schweiz.

Vor welchen Herausforderungen steht die Zementindustrie?

Die Schweizer Zementindustrie mit ihrer über 100-jährigen Geschichte steht vor grossen Herausforderungen. Es wird immer schwieriger, Bewilligungen für den Gesteinsabbau zu erhalten. Die Akzeptanz gegenüber produzierenden

Unternehmen schwindet in weiten Teilen der Bevölkerung. Doch wollen wir zukünftig Zement und andere Produkte der Schwerindustrie ausschliesslich

aus dem Ausland importieren? Und was wird mit dem Werkplatz Schweiz? Wir haben keine Zukunft, wenn wir unsere Wurzeln vergessen.

Worin unterscheidet sich die inländische Zementproduktion von der ausländischen?

In Sachen Nachhaltigkeit ist die Schweiz eines der weltweit führenden Länder in der Herstellung von Zement. Die Ansprüche an den Stand der Technik in den Bereichen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes sind bei uns in den

vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Diese «Regulierungsdichte» hat aber auch ihr Gutes: Sie zwingt die Schweizer Industrie sich ständig zu verbessern. Ich denke da an den Polvitec-Filter im Zementwerk Siggenthal. Dank dieser Investition verwertet das Werk Erdreich aus Altlasten gemäss den gesetzlichen Vorschriften und spart dadurch alle zehn Jahre eine Deponie respektive eine Jahresmenge Rohmaterial aus dem Steinbruch ein.

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