Am tiefsten Punkt Zürichs, 123 Meter unter dem Boden, liegt das grösste Reservoir nicht allein der Schweiz, sondern ganz Europas: Die Hallen in der Lyren in Altstetten fassen 60 Millionen Liter Wasser, genug, um 375000 Badewannen zu füllen. Was viel ist – doch diese Menge verbraucht die Stadt an einem durchschnittlichen Werktag gerade mal in einer halben Stunde.
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Verband der Schweizerischen Cementindustrie

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Biodiversität

WIE IN STEINBRÜCHEN NEUES LEBEN ENTSTEHT

Zement ist der wichtigste Baustoff unserer Zeit. Auch wenn er in unserem Alltag unsichtbar ist, so ist er als Hauptkomponente von Beton doch allgegenwärtig. Ohne Zement keine Infrastruktur, keine Mobilität, keine Energie, kein Wohnraum. Zement ist ein Hightechprodukt aus hundert Prozent natürlichen Rohstoffen. Seine Bestandteile Kalkstein und Mergel gehören zu den wenigen Rohstoffen, die in der Schweiz ausreichend vorhanden sind. So kann die Schweiz ihren Bedarf an hochwertigem Zement selbstständig decken.

Schonender Umgang mit Ressourcen

Die Zementherstellung ist rohstoff- und energieintensiv. Die Schweizer Zementindustrie legt Wert auf eine möglichst umweltfreundliche Produktion und ist weltweit führend in Sachen Nachhaltigkeit. Seit Jahren belegen die Unternehmen der Schweizer Zementindustrie Spitzenplätze im Dow Jones Sustainability Index. Sie investieren laufend in die ökologische Optimierung ihrer Produkte, die Energieeffizienz, den Ersatz fossiler Brennstoffe und die Reduktion von Emissionen.

Aus ökologischer Perspektive kommt aber auch den zahlreichen Renaturierungsprojekten grosse Bedeutung zu: Beim Abbau der Rohmaterialien Kalkstein und Mergel werden für eine begrenzte Zeit sichtbare Eingriffe in die Natur vorgenommen. Nach Beendigung des Abbaus werden die Steinbrüche einerseits für die Land- und Forstwirtschaft rekultiviert, andererseits werden sie renaturiert. Bei der Renaturierung entstehen in den Steinbrüchen ökologische Nischen, in denen eine Vielfalt seltener Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum findet.

Rekultivierung und Renaturierung von Steinbrüchen

Strenge Auflagen
Der Abbau in Steinbrüchen erfolgt im Rahmen von staatlichen Konzessionen mit strengen Umweltauflagen (Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz NHG). Die Umweltgesetzgebung sieht vor, dass Eingriffe, die mit Blick auf die Versorgungssicherheit angezeigt sind, möglichst umweltschonend zu erfolgen haben.

Die Zementindustrie trägt dem Gesetzeswillen mit zwei verschiedenen Ansätzen Rechnung.

1. Bevorstehende Eingriffe werden mit so genannten Ausgleichsmassnahmen an einem anderen Standort vollumfänglich kompensiert, wobei der Kompensationsraum in einem räumlich-funktionalen Zusammenhang zum so genannten Einwirkungsraum stehen muss. Bei der Festlegung des Ersatzes werden nicht nur oberflächliche Auswirkungen der Eingriffe beachtet, sondern auch deren Tiefenwirkung. Dabei wird die Biodiversität aufrechterhalten und die lückenlose Funktionsfähigkeit von Lebensräumen gewährleistet.

2. Die Steinbrüche werden nach dem Abbau wieder hergerichtet. Dazu werden sie zu einem grossen Teil mit Aushubmaterial (das auf die biologische Verträglichkeit geprüft wird) aufgefüllt. Danach werden die Abbaugebiete entweder für die Landwirtschaft rekultiviert oder als Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten renaturiert. Über die Renaturierungsarbeiten wird im Rahmen einer jährlichen biologischen Erfolgskontrolle berichtet. Hierzu werden pro Jahr zwei bis drei Begehungen der Steinbrüche mit Behördenvertretern durchgeführt.


Umsetzung

Die Unternehmen der Schweizer Zementindustrie arbeiten mit Naturschutzorganisationen wie dem WWF oder der Pro Natura zusammen und gehen z.T. auch Partnerschaften mit internationalen Naturschutzorganisationen wie dem IUCN (International Union for Conservation of Nature) ein.

Ergebnisse
Die Renaturierungsprojekte der Zementunternehmen erhöhen die Biodiversität - was sowohl den Tier- als auch die Pflanzenarten zugutekommt. Steinbrüche können dank dieser Massnahmen sogar den Status eines Naturschutzgebietes erhalten. Sie schaffen Lebensräume, welche in den landwirtschaftlich genutzten Flächen kaum mehr vorkommen und die der Natur als kostbare Refugien dienen. Die Tümpel dienen als Laichplätze für Amphibien, darunter auch für bedrohte Tierarten wie die Geburtshelferkröte, dem Pro Natura-Tier des Jahres 2013. Seltene Tier- und Pflanzenarten wie die Sägeschrecke, der Schmetterlingshaft, die Berganemone und das Tausendgüldenkraut (Rote Liste) erhalten so wieder einen Lebensraum. Einige Pflanzen siedeln sich sogar wieder von alleine an.

Die Schweizer Zementindustrie ist ein zuverlässiger Partner der Behörden, welcher mehr Ausgleichsmassnahmen vornimmt und renaturierte Flächen herrichtet als gesetzlich vorgeschrieben und so im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle einnimmt.

 


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FAKTENBLÄTTER ZUM DOWNLOAD

Holcim (Schweiz) AG, Siggenthal


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Steinbruch Gabenchopf
PDF-Dokument - 226 KB

Holcim (Schweiz) AG, Untervaz


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Steinbrüche Fenza und Haselboden
PDF-Dokument - 139 KB

Holcim (Suisse) SA, Eclépens


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Steinbruch Mormont
PDF-Dokument - 167 KB

Jura Cement Fabriken, Wildegg


Ciments Vigier SA, Péry


Engagement gegen Neophyten

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Fakten Neophyten
PDF-Dokument - 68 KB



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